G. Bosold
Götter und Sagengestalten der griechischen Mythologie
sagen.bosold.de
Philoktetes (Philoktet), Sohn von Poias und
Gefährte von Herakles, setzte endlich den Scheiterhaufen
auf dem Berg Oite (Öta) in Brand, auf dem der von
Schmerzen gequälte
Kurz nach der Griechen Abfahrt nach Troja biß ihn eine giftige Natter als die Griechen auf der Insel Chryse frisches Wasser aufnehmen wollten. Wegen der übelriechenden Wunde und seiner wie seiner Begleiter Klagen wurde Philoktetes auf der Insel Lemnos mit dem Nötigsten versehen ausgesetzt, ein arglistiger Auftrag, den Odysseus ausführte ([GS] S. 214).
Im Verlauf des Krieges gab der Seher Kalchas den Griechen
zu verstehen, dass Troja nicht ohne die unüberwindlichen
Pfeile des Philoktet, die ja vorher Herakles' waren, zu
besiegen sei. Philoktet wurde - wiederum mit List und
Gewalt - von Odysseus und Neoptolemus von Lemnos
zurückgebracht. Währenddem erschien Philoktet der alte
Waffengefährte Herakles und weissagte ihm, dass er vor
Troja gesunden würde.
Das trat auch ein. Beschämt nahmen die Griechen Philoktet
wieder in ihre Reihen auf und ehrten ihn mit Geschenken,
sieben trojanischen Jungfrauen, zwanzig Rössern und zwölf
Dreifüßen.
Philoktet stürzte sich mit dem Herakles-Bogen in den Kampf und verletzte den als Urheber des Unglücks der Griechen angesehenen Paris mit den giftigen Pfeilen so schwer, dass er in der Folge erlag. ([GS] S. 349 u. S. 354 ff.)