Dr. med. Angela Bosold
Öhringen, Haagweg 38
· Fachärztin für Hals-Nasen-Ohren
· Homöopathie

Intravenöse Sauerstofftherapie

Die intravenöse Sauerstofftherapie - auch Oxyvenierung genannt - ist eine von Dr. med. H.S. Regelsberger ab etwa 1950 entwickelte Therapie, bei der dem Körper langsam und in geringen Mengen dosiert über die Vene reiner Sauerstoff zugeführt wird.

Nachgewiesenerweise kommt es dabei zur erhöhten Bildung von Prostacyclin, das gefäßerweiternd (vasodilatorisch) und die Verklebungsfähigkeit der roten Blutkörperchen hemmend (thrombozytenaggregationshemmend) wirkt.

Es ergibt sich auch während der Behandlungsphase ein vorübergender Anstieg der weißen Blutkörperchen, die sich mit dem Farbstoff Eosin anfärben lassen (eosinophilen Granulozyten oder Eosinophilen). Das fördert die Besserung bei entzündlichen Krankheiten.

Die therapeutische Wirkung ist durch Studien nachgewiesen, etwa bei F. J. Kreutzer, V. Nowak: Stimulation der endogenen Prostacyclinsynthese durch intravenöse Sauerstofftherapie (Oxyvenierung nach Regelsberger). Ergebnisse einer offenen Monocenter-Studie. Karl F. Haug Verlag, in: MVS Medizinverlage Stuttgart, 2002.

Im HNO-Bereich wird die intravenöse Sauerstofftherapie insbesonder bei Beschwerden angewendet, bei denen eine Verbesserung der Durchblutung hilfreich ist (Hörsturz, Tinnitus, Infektanfälligkeit u.a.).