Intravenöse Sauerstofftherapie
Die intravenöse Sauerstofftherapie - auch Oxyvenierung genannt - ist eine von
Dr. med. H.S. Regelsberger ab etwa 1950 entwickelte Therapie, bei der dem Körper
langsam und in geringen Mengen dosiert über die Vene reiner Sauerstoff
zugeführt wird.
Nachgewiesenerweise kommt es dabei zur erhöhten Bildung von Prostacyclin, das
gefäßerweiternd (vasodilatorisch) und die Verklebungsfähigkeit
der roten Blutkörperchen hemmend (thrombozytenaggregationshemmend) wirkt.
Es ergibt sich auch während der Behandlungsphase ein vorübergender Anstieg der
weißen Blutkörperchen, die sich mit dem Farbstoff Eosin anfärben lassen (eosinophilen
Granulozyten oder Eosinophilen). Das fördert die Besserung bei
entzündlichen Krankheiten.
Die therapeutische Wirkung ist durch Studien nachgewiesen, etwa bei
F. J. Kreutzer, V. Nowak: Stimulation der endogenen Prostacyclinsynthese durch
intravenöse Sauerstofftherapie (Oxyvenierung nach Regelsberger).
Ergebnisse einer offenen Monocenter-Studie.
Karl F. Haug Verlag, in: MVS Medizinverlage Stuttgart, 2002.
Im HNO-Bereich wird die intravenöse Sauerstofftherapie insbesonder bei Beschwerden
angewendet, bei denen eine Verbesserung der Durchblutung hilfreich ist
(Hörsturz, Tinnitus, Infektanfälligkeit u.a.).
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